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#lyon – une ville aux routes amicales / eine Stadt mit bürgerfreundlichen Wegen

Leihstation für Fahrräder

mit dem Fahrrad in Lyon, eine Brücke für Fahrrad und Fußgänger

Beispiele der Wege für Fahrräder

Beispiele der Wege für Fahrräder

Beispiele der Wege für Fahrräder

Beispiele der Wege für Fahrräder

Beispiele der Wege für Fahrräder

Beispiele der Wege für Fahrräder

Beispiele der Wege für Fahrräder

Beispiele der Wege für Fahrräder

Eine Liebeserklärung an die Stadt der Bürgerfreundlichkeit

Mit dem Fahrrad durch Lyon.

Mit einigem Schrecken habe ich in den ersten Wochen meines sechsmonatigen Aufenthalts die wagemutigen Lyoner beobachtet: mit allen Fortbewegungsmöglichkeiten, allein, zu zweit oder zu dritt, rasen sie links und rechts im fließenden Verkehrsgeschehen dahin. Stau an einer Ampel? Kein Problem, links war genug Platz und der wurde auch genutzt. Rotes Licht an der Ampel? Alle Autos halten sofort und warten geduldig auf grüne Weiterfahrt, kein Fahrrad und kaum ein Fußgänger beachtet die Signale.

Mit meinem Fahrrad und geschützt mit Helm wagte ich mich ins Getümmel zwischen Bus, Straßenbahn und Autoverkehr, durch Tunnel, über Hügel und entlang der beiden Flüsse.

Die Radrouten sind sehr gut und dicht markiert. An vielen Stellen sind die Wege separiert von den Autostraßen und durch kluge Führung ist ein fließender Radverkehr möglich. Ein weiterer Vorteil: Die Radwege sind in einem glatten Zustand und werden regelmäßig gepflegt. Es gab also keine Mountainbike-Strecken über Pflastersteine, Bordsteine und von Wurzeln angehobene Wegen.

Mein Fahrrad surrte dahin, neben mir Roller, Skateboards, Hoverboards, Inlineskater…

Die Stadt Lyon investiert sehr viel in die Smogvorbeugung, die Wiesen und Wege werden mit Wasser gesäubert und besprengt, Blumeninseln werden regelmäßig neu bepflanzt und gepflegt, Gemeinschaftsgärten stehen zwischen den Gebäuden. Auch das machte das Fahren in der sommerlichen Stadt angenehm.

Eine Besonderheit gibt es im Lyoner Verkehrsgeschehen: Rücksichtnahme und Freundlichkeit. Der Stadtverkehr definiert sich nicht durch die Vormacht einer Klientel, die Gemeinschaft der Bürger ist unterwegs.

Pardon, pardon, pardon… kam mir jemand zu nahe, hörte ich es, schnitt mir jemand den Weg ab oder kreuzte auch nur: Pardon, pardon, pardon… und andersherum natürlich auch.

Autofahrer warteten: an der Kreuzung, an Überwegen, an engen Stellen bis ich wieder losgerollt war, ließen sehr viel Platz beim überholen und schlichen hinter mir her, wenn ein Überholen nicht möglich war. Das machte das Radfahren sehr entspannend.

Und als Fußgänger? Den umweltschonensten Verkehrsteilnehmern wird absoluter Vorrang eingeräumt. Es gibt ein enges System von markierten Überwegen, Fußgänger profitieren von Verkehrsberuhigungen, Pollern und fußfreundlichem Fußbodenbelag. Ich habe mich, als oft und gern fußlaufender Bürger, sehr wertgeschätzt gefühlt.

Das Verkehrskonzept der Stadt Lyon ist top!

Aktuelle Beiträge finden Sie in meinem Blog zu folgenden Themen:

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