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Buchmesse abgesagt – Lektüre gekauft – virenfrei und analog (ge)lesen

Welche Bücher liegen auf dem Tisch einer Webdesignerin? Was liest die Gestalterin neben typografischer und lehrender Literatur?

Vorsicht! Ich bin ein Bücherfresser. Es muss vererbbar sein, eines meiner Kinder hat die gleiche Lesegeschwindigkeit. Wir brauchen keine Hanteln für unsere Fitness, wir haben dafür Pappe und Papier in der Hand.
Vor jedem Feiertag, jedem Urlaub und zu Geburtstagen schwärmt meine Familie in die Bücherläden aus (meist mitten in der Stadt und eher selten online). Wunderschöne, mehr oder weniger gut geordnete Bücherregale stehen in unserer Wohnung und in meinem neuen Arbeitszimmer. …erst Anfang des Jahres bin ich eingezogen, und nun doch wieder im Homeoffice – Danke Corona!

Was ich gelesen habe:

Saša Stanišić, Herkunft, Verlag Luchterhand
Ich bin in dieses Buch tief eingetaucht, der sprachliche Rhythmus, seine unaufdringliche und tiefergreifende Geschichte haben mich beeindruckt. Ein historischer Roman der jüngsten Geschichte, in einem scheinbar leichten Ton, der desto eindringlicher in die Tiefe des Bewusstseins geht.

Eugen Ruge, Metropol, Verlag Rowohlt
Drei Bücher von Eugen Ruge stehen bei mir, das letzte, eben dieses hier, liest sich sehr gut. Die bedrückende Geschichte, die an manchen Stellen in einer gewissen Unklarheit bleibt, bildet für mich ein Puzzlestein, in der Frage: Warum habe so viele gebildete Menschen an das saditische System Stalin geglaubt, sich beteiligt und sich selbst verleugnet?

Was ich noch lesen werde, ein Blick auf meinen Balkontisch (gleich mit Mottotischdecke):

Homeoffice, Webdesignerin Annett Riechert

Billy Bragg, Die drei Dimensionen der Freiheit, Wilhelm Heyne Verlag
(Für die Handtasche geeignet)

Thees Uhlmann, Sophia, der Tod und ich, kiwi-Verlag
Habe ich angelesen, amüsant und ich bin gespannt, ob der Tod ein ewiger Begleiter – also Urlauber – bleibt.

Astrid van Nahl, Judith Kerr, Verlag wbg THEISS
(Über Schriftsteller zu lesen, eröffnet Welten für die eigene Verortung als Mensch unter Menschen.)

Matthias Wittekindt, Die Brüder Fournier, Verlag Edition Nautilus
(Ungewöhnliches Format!)

Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo, Gute Ökonomie für harte Zeiten, Penguin Verlag
(Mit Leseband, was ja immer schwer wirkt, wozu sonst das Leseband.)

Diese Literatur wird mich ablenken von dem Irrsinn, der sich Corona-Virus nennt und eine relevante Gefahr für mich darstellt. Abschalten, einmal um den Desk herum und einschalten. … Vielleicht hilft diese alte Informatiker-Weisheit. Wenn es so kommt, beschäftige ich mich wieder mit dem kleinen Buchstaben g.

Kontakt zur Typografin und Webdesignerin

Covergestaltung – Dissertation – in der Reihe Publikationen in der Informatik

11.09.2020 Grafik, Typografie

Das kleine g im Museum für Druckkunst Leipzig

30.10.2019 Typografie

»Studentische Arbeiten in der Informatik« – Dritter Band

10.07.2019 Grafik, Typografie

Aktuelle Beiträge finden Sie in meinem Blog zu folgenden Themen:

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